Nach Anfragen aus der Bürgerschaft zur Situation des Herrenstrietstegs hat sich der Pforzheimer FDP-Gemeinderat und Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Rülke an die Stadtverwaltung gewandt. Die nun vorliegende Antwort von Bürgermeister Tobias Volle schafft Klarheit über Kosten und Zeitplan.
Seit Oktober 2023 entstehen der Stadt Pforzheim für das bestehende Provisorium laufende Vorhalte- und Unterhaltungskosten in Höhe von 400 Euro pro Monat. Nach Angaben der Verwaltung ist ein Ersatzneubau vorgesehen. Für die Jahre 2026 und 2027 sind hierfür insgesamt 750.000 Euro eingeplant – 500.000 Euro im Jahr 2026 sowie weitere 250.000 Euro im Jahr 2027. Zunächst sollen Planungsleistungen, statische Prüfungen und Fundamentarbeiten erfolgen. Der Überbau ist für Ende 2026 beziehungsweise Frühjahr 2027 vorgesehen. Auch ein möglicher Erwerb der bestehenden Behelfsbrücke wurde geprüft. Die Kosten würden rund 45.000 Euro betragen. Laut Stadtverwaltung wäre ein Kauf allerdings erst nach etwa zehn Jahren wirtschaftlich und stelle zudem keine dauerhafte Lösung dar. Hinzu kommt, dass es sich um eine Sonderkonstruktion mit begrenzten Einsatzmöglichkeiten handelt.
„Der Herrenstrietsteg ist keine Nebensächlichkeit, sondern eine wichtige Verbindung – sowohl für die Anwohner der Herrenstrietsiedlung als auch für den Enztalradweg. Es ist daher richtig, dass nun Transparenz über die Kosten besteht. Gleichzeitig muss bei Investitionen in dieser Größenordnung sorgfältig abgewogen werden.“ erklärt Rülke hierzu. Entscheidend sei nun eine zügige und wirtschaftliche Umsetzung. „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass mit ihren Steuergeldern verantwortungsvoll umgegangen wird. Planungssicherheit und Kostenkontrolle müssen hier oberste Priorität haben.“ betont Rülke.
Die Stadt weist darauf hin, dass der derzeitige Behelfssteg die erforderliche Breite für den Radverkehr nicht dauerhaft gewährleisten kann und die Querung eine wichtige Rolle für die Anbindung der Herrenstrietsiedlung an den ÖPNV spielt.
