31,8 Millionen Euro erhält der Zweckverband Breitbandversorgung im Enzkreis nach Mitteilung des Innenministeriums vom Land Baden-Württemberg für den Ausbau grauer Flecken in Friolzheim, Heimsheim, Illingen, Knittlingen, Mönsheim, Neuenbürg, Ötisheim, Sternenfels, Straubenhardt, Wimsheim und Wurmberg. Die Förderung erfolgt wie schon in der Vergangenheit im Rahmen einer Kofinanzierung mit dem Bund. Das Land übernimmt 40 Prozent der Ausbaukosten, der Bund 50 Prozent, sodass den Kommunen nur ein Anteil von 10 Prozent der Kosten für den Breitbandausbau bleibt. Mit der Förderung für die sogenannten grauen Flecken, zu denen Gebiete zählen bei denen zwar eine Maximalgeschwindigkeit von über 30 Mbit pro Sekunde aber noch keine Gigabitgeschwindigkeit erreicht wird, wird der bereits seit längerem geförderte Ausbau der weißen Flecken ergänzt.
Der FDP-Enzkreisabgeordnete Prof. Dr. Erik Schweickert begrüßt die fortgesetzten Bemühungen des Zweckverbands und die daraus resultierenden Förderzusagen, nachdem eine Kleine Anfrage (Drs. 17/9406) erst vor einigen Monaten zutage gebracht hatte, dass die Ziele der Gigabitstrategie des Bundes wahrscheinlich nicht erreicht werden. „Der flächendeckende Ausbau gigabitfähiger Netze ist und bleibt eines der wichtigsten Themen für die Zukunftsfähigkeit des Enzkreises als Lebensmittelpunkt und Wirtschaftsstandort für viele Menschen und Unternehmen. Es ist deshalb wichtig, dass die Akteure vor Ort auf Tempo drängen und von Bund und Land die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass finanzielle Mittel da sind, aber auch Planung und Bau schnell vorangetrieben werden können. Die Fortsetzung der Förderung ist deshalb ein unersetzlicher Baustein, um dem Ziel eines flächendeckenden Gigabitnetzes näherzukommen“, so Schweickert.
Neben den jetzt zugesagten 31,8 Millionen Euro hatte das Land mit Stand August 2025 bereits rund 135 Millionen Euro im Rahmen der Kofinanzierung der Bundesförderung für den Enzkreis bewilligt. Hinzu kamen bis dato rund 168,5 Millionen Euro vom Bund. Auch jetzt kommen entsprechende Bundesmittel in Höhe von 39,75 Millionen Euro hinzu.
