Bahn-Regionalverkehr – vorerst keine Verbesserungen für die Verbindungen ab und über Pforzheim

FDP/FWV-Fraktionsvorsitzender Hans-Ulrich Rülke fordert: “Das Land muss rasch die geplanten neuen Doppelstocktriebwagen auf die Schiene bringen“

Pforzheim. Die Bahnstrecke zwischen Karlsruhe und Stuttgart ist eine der am stärksten frequentieren Verbindungen im Land und für viele Pforzheimerinnen und Pforzheimer im Regionalverkehr unentbehrlich. Dennoch wird es vorerst bei überfüllten Regio- und MEX-Zügen bleiben. Das Landesverkehrsministerium hat Hans-Ulrich Rülke dazu mitgeteilt, dass frühestens im Fahrplanjahr 2027 durchgängig verlängerte Züge (mit 544 bis 656 Sitzplätzen) auf der Strecke rollen werden.

„Was die Lage aktuell verschärft: Mit dem Start von Stuttgart 21 war geplant, dass zwischen Karlsruhe und Stuttgart neue Doppelstocktriebwagen der Klasse Coradia MAX zum Einsatz kommen – mit 760 Sitzplätzen. Jetzt wissen wir, dass das Bahnprojekt frühestens 2031 fertig werden wird“, stellt der FDP/FWV-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Pforzheim fest. Eine derartige Verzögerung sei nicht hinnehmbar.

Rülke fordert: „Die neue Landesregierung muss deshalb umgehend Lösungen vorlegen, wie die Coradia MAX-Züge dennoch früher zwischen Karlsruhe und Stuttgart fahren können“. In der Antwort des Verkehrsministeriums heißt es zudem: Aus Rechtsgründen können mit dem Deutschlandticket keine Fahrten auf der IC-Linie 61 absolviert werden – sie verkehrt von Karlsruhe über Pforzheim und Stuttgart nach Nürnberg. Das hätte den Pendlerinnen und Pendlern ein zusätzliches Angebot gebracht.

Hans-Ulrich Rülke: „Ich hoffe, die neue Landesverkehrsministerin Nicole Razavi macht die ÖPNV-Versäumnisse ihres grünen Vorgängers Winfried Hermann zur Chefsache. Die nicht unerheblichen Regionalisierungsmittel des Bundes müssen wirklich in den Bestand und Ausbau des regionalen Bahnverkehrs gesteckt werden.“