Stadt erteilt zusätzlichem Lärmschutz an der A8 Absage – Rülke kritisiert fehlenden Gestaltungswillen

Pforzheim. Der Pforzheimer Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, Dr. Hans-Ulrich Rülke, kritisiert die Entscheidung der Stadtverwaltung, keinen zusätzlichen kommunalen Lärmschutz entlang der A8 im Bereich Eutingen zu verfolgen.

Rülke hatte sich im Februar mit einem konkreten Vorschlag an die Stadt gewandt, beim Ausbau der A8 anfallende Erdmassen für einen zusätzlichen Lärmschutzwall zu nutzen. Die Stadtverwaltung lehnt dies nun in einem Schreiben von Bürgermeister Tobias Volle an Rülke ab und verweist unter anderem darauf, dass kein rechtlicher Anspruch auf weitere Maßnahmen bestehe und zusätzliche Lärmschutzwälle keine entscheidende Verbesserung für die bestehende Bebauung bringen würden.

„Damit wird eine wichtige Chance vertan, frühzeitig die Weichen für eine bessere Entwicklung Eutingens zu stellen“, erklärt Rülke. Zwar seien die unmittelbaren Effekte für die bestehende Bebauung begrenzt. Gerade im Hinblick auf mögliche zukünftige Wohnbauflächen hätte ein solcher Lärmschutz jedoch eine deutlich größere Bedeutung entfalten können.

„Wer heute vorausschauende Stadtentwicklung ernst nimmt, darf sich nicht allein am Status quo orientieren“, so Rülke. „Gerade beim Thema Wohnraum hätte zusätzlicher Lärmschutz neue Perspektiven eröffnen können.“

Die Stadt argumentiert zudem mit rechtlichen und naturschutzfachlichen Hürden. Für Rülke greift dies zu kurz: „Andere Kommunen zeigen, dass pragmatische Lösungen möglich sind – wenn der politische Wille vorhanden ist.“

„Ich halte es für bedauerlich, dass die Stadt diese Möglichkeit nicht weiterverfolgt hat und damit Entwicklungspotenzial ungenutzt bleibt“, so Rülke abschließend