Weitere Landesstraße im Fokus von FDP-Abgeordnetem Schweickert Sanierungsmaßnahmen und Ausbau von L 573 lassen auf sich warten

Nachdem der FDP-Enzkreisabgeordneten Prof. Dr. Erik Schweickert sich bereits seit einigen Wochen für die Sanierung und Ausbau der Landesstraßen in und um Wiernsheim einsetzt, rückt nun eine weitere Landesstraße verstärkt in den Fokus des Liberalen. Denn nachdem die marode Würmbrücke der L 573 bei Steinegg am letzten Wochenende kurzzeitig gesperrt werden musste, kündigt Schweickert nun an, sich im Landtag beim Verkehrsminister nach dem aktuellen Stand des geplanten Ersatzneubaus zu erkundigen. Schon im Oktober 2025 hatte das Verkehrsministerium bekanntgegeben, dass die Brücke sich auf einer Liste von 40 Brücken befinde, die bis 2030 ersetzt werden sollen. Der Enzkreisabgeordnete will nun Genaueres in Erfahrung bringen. Nicht nur will er wissen, ab wann die neue Brücke voraussichtlich gebaut wird, sondern auch, ob die angrenzenden Bereiche der L 573, deren witterungsbedingte Anhebung für die kurzzeitige Sperrung gesorgt hatte, dann ebenfalls umfassend saniert werden sollen. „Es wird jedenfalls immer deutlicher, dass die Brücke besser heute als morgen ersetzt wird“, so Schweickert.

Nicht nur die Würmbrücke, sondern schon zuvor auch der L 573-Abschnitt von Tiefenbronn in Richtung Heimsheim und Friolzheim bis zum Ende der Landstraße an der L 1175 sind aber vom Liberalen ins Auge genommen worden. So musste der grüne Verkehrsminister Winfried Hermann in seiner Antwort auf eine Anfrage Schweickerts (Drs. 17/9783) einräumen, dass auch dieser Streckenabschnitt seit mehreren Jahren als bereichsweise erhaltungsbedürftig eingestuft wird. Eine Aufnahme in das zwischenzeitlich abgelaufene Erhaltungsmanagement 2022-2025 des Landes sei jedoch aufgrund der Vielzahl der sanierungsbedürftigen Abschnitte im Landesstraßennetz nicht möglich gewesen. „Damit räumt der Minister nach 15 Jahren Amtszeit wieder einmal den Sanierungsstau an unseren Landesstraßen ein. Ich erwarte aber jetzt, dass das Land die Straße in das neue Erhaltungsmanagement aufnimmt, um sie bald ebenso wie die Würmbrücke in einen ordentlichen Zustand zu versetzen“, richtet Schweickert eine klare Forderung an die im Frühjahr geplante Bekanntgabe des neuen Erhaltungsmanagements durch das Verkehrsministerium.

Darüber hinaus erwartet der Enzkreisabgeordnete einen Zeitplan für den geplanten Ausbau der Straße, die mit einer Breite von 5,5 Metern insbesondere für Begegnungsverkehr mit Lastwagen und Bussen deutlich zu schmal ist. Auch die Gemeinde Tiefenbronn wartet sehnlichst auf eine Verbreiterung der Straße, die als Anbindung des Gewerbegebiets Tiefenbronn-Ost an die Autobahn dient, wie Bürgermeister Frank Spottek Schweickert zuletzt vor einigen Monaten im Gespräch erläuterte. Nur wenig Hoffnung auf baldige Fortschritte macht demgegenüber jedoch der grüne Verkehrsminister. Dieser erklärt auf die Frage nach der Dringlichkeit des Ausbaus nur, dass dieser langfristig angestrebt werde. Konkrete Planungen gebe es derzeit nicht, ein Umsetzungszeitraum könne entsprechend nicht genannt werden.

Paradoxerweise scheint die bereits 2020 erfolgte Aufnahme der L 573 in den Maßnahmenplan Landesstraßen, in dem Aus- und Neubauvorhaben des Landes aufgelistet sind, dem Zustand der Straße abträglich zu sein. Denn Hermann lässt auch wissen, dass vor der Aufnahme in den Maßnahmenplan eigentlich eine grundhafte Sanierung vorgesehen und bereits fertig ausgearbeitet war. Problematisch hätten sich jedoch Verhandlungen über Grunderwerbe entwickelt, um einen einheitlichen Straßenquerschnitt herzustellen. Am Ende, konstatiert Schweickert, stehe trotzdem eine mehr als dürftige Bilanz. „Seitdem der L 573-Abschnitt in den Maßnahmenplan aufgenommen wurde, wurden einzig Arbeiten am Straßenbankett ausgeführt. 2026 haben wir nun weder Sanierungs- noch konkrete Ausbaupläne, dafür aber eine kaputte Straße. Auf diese Weise schadet man nicht nur der eigenen Infrastruktur, sondern behindert gleichzeitig noch die Weiterentwicklung der betroffenen Gemeinden“, so das bedenkliche Fazit des Enzkreisabgeordneten