Gut aufgestellt in die Zukunft Mitgliederversammlung der FDP mit Neuwahlen und Worten zur Bürgermeisterwahl

Eindeutiger und klarer hätten die Wahlergebnisse nicht sein können, als die Mitgliederversammlung des FDP-Ortsverband Königsbach-Stein/ Neulingen über die Besetzung des Vorstands entschied: Odin Bohnenberger wurde zum Vorsitzenden und Öffentlichkeitsbeauftragten gewählt, Benjamin Staske und Philipp Schilling zu seinen Stellvertretern, Elke Bohnenberger zur Schatzmeisterin, Stephanie Hutmacher zur Beisitzerin und Sonja Schenkel zur Kassenprüferin. Natürlich war auch bei der Mitgliederversammlung im Steiner Gasthaus „Zum goldenen Lamm“ die Corona-Krise ein Thema, über das geredet wurde. Weil deren Bewältigung eine große Herausforderung werde, brauche es eine starke FDP, sagte Erik Schweickert. Der Landtagsabgeordnete erklärte, man habe die Maßnahmen der Regierung von Anfang an mitgetragen – auch den Lockdown. Aber: Man habe entgegen anderslautender Vorwürfe nicht blind irgendwelche Öffnungsdiskussionen angestoßen, sondern konstruktiv auf Missstände bei den vorgeschlagenen Konzepten hingewiesen. Verfassungsmäßige Aufgabe der Opposition sei es auch in einer Krise, die Regierung zu kontrollieren und den Finger in die Wunde zu legen. „Wir sind dieser Aufgabe verantwortungsvoll nachgekommen – nicht schreierisch, aber mit Nachdruck.“ Man übe nicht Kritik um der Kritik willen, sondern man fordere, dass die Maßnahmen verhältnismäßig sind.

 

Laut Schweickert soll der Landtagswahlkampf nach der Sommerpause Fahrt aufnehmen. Wie genau er aussehen wird, weiß man wegen Corona zwar noch nicht, aber: „Was machbar ist, wird zu 150 Prozent gemacht.“ Ein großes Lob für sein Engagement sprach Schweickert dem Ortsverband Königsbach-Stein/ Neulingen aus. Dessen Vorsitzender Odin Bohnenberger äußerte die Hoffnung, dass Königsbach-Stein nach der Bürgermeisterwahl wieder zur Ruhe kommt. Man müsse versuchen, die tiefen Gräben wieder zu beseitigen. Jetzt müsse eine konstruktive Phase eingeleitet und das Miteinander gesucht werden. Bohnenberger betonte: Königsbach-Stein sei eine Vorzeige-Gemeinde mit guter Infrastruktur, viel Gewerbe, erstklassigen Bildungsangeboten und einer tollen Gastronomie. „Die Lebensqualität ist hervorragend und das soll auch so bleiben.“ Die immer wiederkehrenden Grabenkämpfe nützten langfristig keinem der Beteiligten. Auch Gemeinderat Sascha Leonhard plädierte dafür, künftig wieder mehr an einem Strang zu ziehen. „So kann es nicht weitergehen.“ Leonhard kündigte an: Man wolle unter den Gemeinderäten eine Linie festlegen, um in Richtung Einigung zu kommen. Auch mit Bürgermeister Heiko Genthner werde er das Gespräch suchen. – Nico Roller

 

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Positiv in die Zukunft blicken (v.l.) Odin Bohnenberger, Elke Bohnenberger, Philipp Schilling, Sascha Leonhard, Benjamin Staske, Stephanie Hutmacher, Kreisgeschäftsführer Malte Wessels und Landtagsabgeordneter Erik Schweickert. (rol)